Heute, am 8. Januar 2004 hat die Statistik zur Arbeitsplatzvernichtung in Deutschland nach exakt einem Jahr, drei Monaten und 7 Tagen den Wert von 1,5 Millionen überschritten. Aus diesem Anlass möchte Sie bitten, sich die aktuelle Liste mit dem letzten Monat (vom 9.12.03 bis zum 08.01.04) einmal Meldung für Meldung durchzulesen.
Durchlesen ist einfach und geht schnell, schneller als das Recherchieren und Festhalten und vor allem ist man viel schneller wieder darüber hinweg, als die Menschen und ihre Familien, die von dem Kahlschlag direkt und indirekt betroffen sind.
Wenn Sie dann durch durch diesen einen Monat durchgekämpft haben, werden Sie sich kaum vorstellen
können, dass dies in Wahrheit nur ein "schwacher Monat" war. Aber mit einer Summe von nur knapp
40.000 Stellenstreichungen hat er die durchschnittlich 100.000 Jobs, die Monat für Monat in Deutschland
vernichtet werden, weit verfehlt. Im Vergleich zum gleichen Zeitraum des Vorjahres hat sich die Zahl
der "über Weihnachten" abgebauten Jobs mehr als verdoppelt. In dieser Statistik ist von dem angeblichen
Aufschwung, der nun um Gottes willen nicht durch Sozialduselei gefährdet werden darf, nichts zu spüren.
Insolvenzen, angekündigter und absehbarer Stellenabbau seit 02.10.2002
Wo ist der Unterschied, zwischen unbezahlter Mehrarbeit und Schwarzarbeit?
Der Staat guckt in beiden Fällen in die Röhre.
Kommt der Ertrag der Arbeit den arbeitenden Menschen zugute, sind diese seit dem 1.1.2004 Wirtschaftskriminelle Schwarzarbeiter.
Arbeit, für die weder Steuern noch Sozialabgaben fällig werden, wird vom gleichen Staat jedoch gefördert und gefordert, solange deren Ertrag nicht den arbeitenden Menschen, sondern den Unternehmern (der Exportwirtschaft) zugute kommt.
Einen spitzfindigen Kommentar zum Thema finden Sie hier
Unter diesen Titel steht seit heute ein umfassender und ziemlich aufgebrachter Kommentar
zur aktuellen Lage der Nation im Netz.
Verunsichert? Nein, wütend!

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Mit freundlicher Genehmigung von Egon W. Kreutzer