Pressekonferenz des iranischen Präsidenten,
Dienstag, 29. August 2006

Iranischer Staatspräsident, Herr Mahmud Ahmadinedjad
Der Präsident der Islamischen Republik Iran sagte,dass wir die amerikanische Methode zur Weltbeherrschung nicht akzeptieren und sie als eine hegemoniale und einseitige Methode auffassen. Auf einer Pressekonferenz vor in- und ausländischen Journalisten am Dienstag in Teheran machte der iranische Präsident, Mahmud Ahmadinedschad, die USA und England für viele Kriege, Auseinsandersetzungen und Unterdrückungen in der Welt verantwortlich und sagte, die gegenwärtigen Beziehungen sind derart gestaltet, dass die USA und England ihre Entscheidungen 180 Ländern der Welt auferlegen, und sich die USA und England gleich den übrigen Ländern der Welt zusammengenommen sehen.
Der iranische Präsident sagte dann weiter, die gegenwärtige Weltordnung ist die Fortsetzung der nach dem 2. Weltkrieg entstandenen Gegebenheiten, und bekräftigte, die Atmosphäre der Drohung und Unsicherheit, die im 2. Weltkrieg einen Teil der Welt beherrschte, sich heute ausgedehnt hat, und dass der schwere Rüstungswettbewerb unter einigen Ländern eine Atmosphäre der Drohung in die ganze Welt getragen hat. Dazu zählen nach den Worten des iranischen Präsidenten Probleme wie die zunehmende Kluft zwischen reichen und armen Ländern, Misstrauen der Völker gegenüber der Zukunft, Diskriminierungen, Okkupationen, Ausbeutung der Reichtümer anderer Länder, Aufhetzung der Völker, Schürung von Bürgerkriegen, Übergriffe auf wehrlose Menschen, die Verbreitung moralischer Verderbtheit, die Schwächung von Familiengrundsteinen und die Verbreitung von Wirtschaftsskandalen.
Der iranische Präsident bemerkte, es ist nun an der Zeit, dass internationale Beziehungen auf der Grundlage von Demokratie, Gerechtigkeit und Gleichberechtigen der Völker aufgebaut werden. Ahmadinedschad hob hervor, dass Wege gesucht werden müssen, um die Welt aus dieser eben erwähnten Misere und aus den internationalen Krisen zu führen.
Dazu lud der iranische Präsident den US-Präsidenten zu einer unzensierten Fernsehdebatte ein.
Mahmud Ahmadinedschad unterstrich, dass Iran Gespräche mit der ganzen Welt sucht, jedoch Gespräche mit jenen, die dem iranischen Volk ein arrogantes Gesicht zeigen, unter anderen Bedingungen stattfinden können.
In einem anderen Teil seiner Pressekonferenz sprach sich der iranische Präsident für die Kontinuität des bisherigen Kurses in der iranischen Außenpolitik, nämlich der Entspannung aus.


Quelle:
http://www.irib.ir/worldservice/germanradio/topthemeni.asp?id=6647&pn=1
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